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Über uns

Am 29.März 1914 wird in "Grabbes Gasthof" Geschichte geschrieben: "Zur Hebung der Köperpflege und im Interesse der nationalen Arbeit" gründen zehn junge Männer die Quickborner Turnerschaft. Maler Otto Klitzke wird 1.Turnwart.

Der 1.Weltkrieg bedeutet dann das Aus für den Sport. Viele Turner müssen zum Kriegsdienst, Jugendliche zur vormilitärischen Ausbildung.

Der Frieden bringt auch neues Leben in den Verein. Bereits im August 1919 turnen neben Männern auch Frauen und Kinder. Viele Fußballer kehren dem Turnverein den Rücken und gründen am 12.06.1920 unter Leitung von Herrn Förg den F.C.Holstein Quickborn. Die Turnerschaft beschränkt sich auf Leibesübungen und Leichtathletik.

Mit Beginn der Nazi-Diktatur ist bald auch im Sport Schluss mit Lustig. Ernst Langeloh, langjähriger Chef der Turnerschaft, verliest am 17.Mai 1933 im Vorstand eine amtliche Mitteilung: Die Vereinssatzung ist aufgehoben. Der Vorstand heißt jetzt Führerring. Der Vereinsführer bestimmt seine Mitarbeiter. Bald gilt eine Einheitssatzung. Wehrsport in der Sturmabteilung (SA) der Nazis und Dienst in der NSDAP lassen kaum noch Zeit für den Vereinssport. Mitglieder und damit Einnahmeschwund sind die Folge.

Die Turnerschaft wird 1945 von den britschen Besatzern verboten. Die Fußballer des F.C. Holstein Quickborn können sich schon wieder 1946/47 zu den Punktspielen anmelden, nachdem die Militärbehörde Ernst Rechter "als nicht belastet im Sinne der braunen Vergangenheit" einstufen und damit seine Wahl zum Vorstitzenden ermöglichten.

Fußball allein reicht den Quickbornern nicht mehr. Am 11.Januar 1949 wird deshalb im Holsteinischen Hof als Nachfolger der Turnerschaft von 1914 der Turn- und Sportverein gegründet. Er will außer Turnen auch Fußball, Handball, Boxen, Faustball, sowie Tischtennis und Leichtathletik anbieten. Der TuS startet am Gründungstag gleich mit 169 Mitgliedern. Nach drei Monaten sind es schon fast 500.

1950 entsteht Quickborns erste "Turnhalle" in der Durchfahrt des Bahnhofhotels mit Betonfußboden und einer Sprunggrube mit Sägemehl.

1955 ist die Zahl der TuS Mitglieder auf 348 gesunken, weil einmal mehr viele Fußballer zum damaligen F.C. Holstein Quickborn gewechselt sind. Die Idee der Vereinigung beider Clubs reift. Doch erst nach heftigen Diskussionen in unzähligen Verhandlungsrunden kommt es am 18.August 1955 zur "Schwergeburt": TuS Holstein Quickborn.

Am 8.März 1959 wird endlich die erste richtige Turnhalle (der Schule) an der Torfstraße eingeweiht.

Der TuS Holstein Quickborn entwickelt sich zum modernen Großverein mit Geschäftsstelle, überspringt 1969 im Jahr der Stadion-Einweihung die 1000-Mitglieder Grenze.

Als der Ort 1974 die Stadtrechte bekommt, hat sich die Zahl binnen fünf Jahren auf mehr als 2375 verdoppelt. Das liegt auch am Tennis, das 1967 seine Erfolgsstory startet. 2004 wird die Abteilung aus finanziellen Gründen eigenständig, bleibt aber beim Vereinsnamen.

Das Sportangebot wird immer umfangreicher. Seit 1970 gibt es Ballettunterricht. Ab 1971 die Judo Abteilung, 1972 die Tanz Abteilung. 1979 beginnen auch die goldenen Jahre des Fußballs 1985 werden die Quickborner Meister in der höchsten Hamburger Amateurliga.

Seit1988 kann man Badminton spielen.


Das Vereinsheim

In den neunziger Jahren plant man ein Vereinsheim. Das Vereinsheim, Zeigenweg 1, stand nach Fertigstellung im Jahr 2001 mit 2,9 Millionen Euro zu Buche. Der finanzielle Kraftakt mit einer Bürgschaft der Stadt im Rücken, wird sechs Jahre durchgestanden. 2007 übernimmt die Stadt das Objekt und überlässt die Räume dem Verein als Mieter. Dem Sport tut das keinen Abbruch, im Gegenteil: Fitness ist landauf - landab der große Renner. Erstmal gibt es dort auch vormittags Fitness -, Bauch-Beine Po -, Yoga - und viele andere Kurse.

Tausende Männer und Frauen haben es in den über 100 Jahren ermöglicht, dass der Sportbetrieb mal mehr, mal weniger lief. Sie widmeten Zeit für die Aktiven in verschiedenen Funktionen in Vorständen und Abteilungen, betreuten Jugendliche, leiteten Wettspiele, reparierten Geräte und betätigten sich als Gönner. Für andere da zu sein, ist zeitlos und modern. Wo früher der Rundbrief oder die Vereinszeitschrift wichtig war, tut es heute das Internet. Informationen bis in die Abteilungen ist auch ein Spielgelbild sportlicher Vielfalt in unserem TuS Holstein Quickborn von 1914 e.V.



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